wortpause
March 10th, 2010Keine Updates bis ich ein neues Zuhause für die wortwelt gefunden hab. Scheiß Provider.
Keine Updates bis ich ein neues Zuhause für die wortwelt gefunden hab. Scheiß Provider.
Technique 10
Spend some time - one or two seconds - concocting the most outrageous ethical conundrum possible. It should involve Nazis in some way. For example: What should person B do if confronted by person A, disguised as a Nazi, but not really currently a Nazi, but who used to be a Nazi, and who is threatening to kill B, who does not know whether A is or ever was a Nazi, and who is known as having a penchant for torturing small children, though only Nazi children, just for fun, but who has a special relationship with A’s child, who is not a Nazi, but who will enlist in the Nazi party if A harms B in any way or if B lies about his/her penchant for torturing Nazi children? Just when you think that the conundrum is complete, add in the possibility of saving one’s wife from a dire predicament, just to throw off the reader’s intuitions.
Noch mehr Techniken: Hier! (by Brook Sadler)
Wunderbar. Und klar, das wird mittendrin noch wüst. Aber es ist trotzdem fantastisch. Vor allem ab 2:24.
Natürlich ist es herzerwärmend, geradezu hoffnungsvoll, wenn man das liest: Die Wirtschaft sucht auch Leute, die selber denken können. Die Geschichte ist perfekt geeignet, um das zu illustrieren. Ein Mädchen mit perfektem Abitur, perfekten außerschulischen und -universitären Engagements, perfektem Lebenslauf inkl. exzellentem Bachelor und perfekter Disziplin scheitert an einer Aufgabe im Einstellungstest, bei der man selber denken muss. Natürlich liegt das daran, dass sie so zielstrebig auf ihre Karriere hingearbeitet hat. Natürlich. Wie soll sie da auch das wilde kreative Denken gelernt haben?
Ich glaube nicht, dass man diese Geschichte so stringent erzählen kann. Es wäre irgendwie zu schön, wenn ich das wirklich glauben könnte, vorbehaltlos: Dass man mit Orchideenfächern (eigentlich schon lustig, dass man Philosophie als Orchideenfach begreifen muss) doch eine Chance hat, weil man Selberdenken gelernt hat.
Bleibt die Hoffnung, dass hinter dieser Idee ein Körnchen Wahrheit steckt, dass wenn man schon nichts sinnvolles studiert, man wenigstens selber denken kann. Aber so glorifizieren muss man ja auch nicht.
Kurze Frage: Haben Menschen (oder Tiere, oder Lebewesen generell) angeborene Rechte?
Also: Hat ein Baby irgendwelche Rechte, die unabhängig von der Gesellschaft, von irgendwas, einfach da sind? Ab Geburt? Oder ab Zeugung?
Oder ist es eher so, dass nichts auf der Welt irgendwelche Rechte einfach so hat, sondern dass Rechte zugesprochen werden?
Ich weiß, dass die Frage verdammt “offen” ist, aber ich hatte heute eine spannende Diskussion mit Raphi über genau dieses Thema. Mich würde brennend interessieren, wie ihr ganz ohne theretisches Vorwissen darüber denkt. Es ist auch zunächst nicht wichtig, was denn ein “Recht” sein soll. Folgt eurem Bauchgefühl.
Schreibt mir die Antwort in die Comments. Ich bin wirklich gespannt!
Wenn man nachts irgendwann etwas Sinnfreies (pew pew) in die Suchleiste rechts oben eingibt, kommt man zu seltsamen Blogs und findet seltsame Dinge.
Briefe versenden, wenn der Automat zu oft Rückgeld gegeben hat.
Aber scho’ cool. Via pew pew

guckstu hier für mehr Niveauloses aber Witziges
Das Cuarteto Rotterdam ist ein großartiges Tango-Quartett. Momentan läuft ihre neue CD bei mir rauf und runter. Ich hab ja schon mal was von denen auf der wortwelt gehabt. Die Susanne ist übrigens über eine Ecke mit mir verwandt, daher weiß ich erst von dieser ziemlich spannenden Formation.
Was genau machen die? Tango? Ja - um genau zu sein, spielen sie Tango Argentino, aber auch Tango Nuevo. Immer noch Bahnhof?
Ich weiß uach nicht genau, wo ich die Musik in meinen Schubladen unterbringen soll. Sie ist instrumental, denn es gibt nur Geige, Bandoneon, Klavier und Bass. Außerdem ist sie sehr virtuos. Ich mag die Musik, weil jedes Instrument seine Momente hat, weil Takt- und Tempowechsel das Gehör herausfordern. Sobald ich die CD mehrmals durch hab, schreib ich noch ein bisschen mehr dazu!
Mir fließt zu viel Zeit durch die Finger. Irgendwie hat sich das als Kind anders angefühlt. Damals - und ich darf “damals” sagen, ich bin schon 24! - ging die Zeit gar nicht schnell genug rum, ein Tag hatte gefühlte 48 Stunden, ich hab tausend Dinge zustandegebracht. Jetzt stehe ich auf, lese Nachrichten, frühstücke, setz mich kurz an den PC, lese etwas für die Uni und es ist schon dunkel.
Das kann doch nicht sein - graue Herren, ich hätte gern meine Zeit wieder!
Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass ich mir selbst und meinem Zeitmanagement nicht mehr vertrauen kann. Oder die Zeit fließt wirklich schneller, ich bin weniger aktiv und weniger leistungsfähig als noch vor 10 Jahren. Viele Dinge kosten wesentlich mehr Mühe als früher. Ich will das nicht akzeptieren, ich kann das nicht akzeptieren, es muss auch anders gehn!
Nur wie?
Ich sitze in meinem Zimmer und stelle fest, dass ich erst viel zu wenig zustandegebracht habe. Meine Welt ist reduziert auf diese Wohnung, das Internet und Bücher. Wie kriegt man gescheites Selbstmanagement hin? Oder geht auch das nicht, denn das alles ist eine metaphysische Verschwörung?
Ach ja: Ein gutes neues Jahr. Hoffentlich ists nicht bald schon wieder ein neues gutes neues Jahr.